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Was Andreas Macke lieber nicht erleben will.

Prof. Andreas Macke, Fahrtleiter für die erste Polarstern-Fahrt in die Arktis.
Prof. Andreas Macke, Fahrtleiter für die Polarstern-Fahrt in die Arktis. (c)Kerstin Heymach

Andreas Macke ist als Fahrtleiter verantwortlich für die wissenschaftliche Arbeit auf dem Forschungsschiff. Und er ist auch verantwortlich für seine Mitarbeiter. Hier sagt er, was sein größtes Problem bei der Mission war. #arktis17, #arktiszeichenblog, #kerstinheymach

 

 

 

Bei mir kam noch das Problem der Eisbärensicherheit dazu, weil ich da Leute auf dem Eis arbeiten lasse, die geschützt sein müssen. Die haben alle ein Schießtraining gemacht, sie sind auch bewaffnet. Trotzdem möchte ich nicht, daß eine Situation entsteht, wo sie die Waffe beutzen müssten. Ist auch in 35 Jahren AWI noch nicht passiert. Es wurde nicht einmal auf einen Bären geschossen. Aber es wurde auch nicht einmal so lange auf einer Station (im Eis) festgemacht.
Die Vorhersagen waren von allen Experten: Ihr kriegt jeden zweiten Tag Besuch. Sie werden Euch irgendwann mal riechen und dann sind sie neugierig. Nicht mal bösartig, nur neugierig.
Wir hatten ja Glück, dass wir nur am ersten Tag diesen lieben Besuch bekamen, dann sind sie nicht wieder gekommen. Aber ich möchte nicht, daß eine Situation entsteht, wo eine junge Doktorandin auf einen herangaloppierenden Eisbär schießen muß. Wir sind ja alle keine Großwildjäger, sondern normale Menschen.